Projekte
1. AUSSTATTUNG DER KRANKENSTATION MIT KRANKENBETTEN
Gemeinsam mit Familie, Freunden, Nachbarn und der evangelischen Kirchengemeinde von Höchstadt haben wir 18 Krankenbetten für die örtliche Krankenstation von Negala anfertigen lassen, um die unhygienischen Bedingungen zu verbessern, unter denen Patienten auf einfachen Matten am Boden liegen mussten. Die Betten wurden von lokalen Handwerkern hergestellt, was außerdem auch zur wirtschaftlichen Unterstützung beitrug. Ein herzlichens Dankeschön an alle Beteiligten.

2. BAU EINER GEBURTSSTATION IN NEGALA
Im Jahr 2016 wurde in der Gemeinde Bossofala ein entscheidender Meilenstein erreicht: die Einweihung der Geburtsstation in Negala. Dieses Projekt markierte den Beginn einer neuen Ära in der Gesundheitsversorgung der Region.
Ermöglicht wurde die Errichtung der Geburtsstation durch großzügige Spenden unserer Familie, von Freundinnen und Freunden, Nachbarinnen und Nachbarn, der evangelischen Kirchengemeinde sowie zahlreicher Unterstützender und Unternehmen in und um Höchstadt. Ihr gemeinsames Engagement hat dazu beigetragen, einer dringend notwendigen Einrichtung Leben einzuhauchen.
Der Bedarf war groß: Die Mutter- und Säuglingssterblichkeit in der Region hatte zuvor alarmierende Ausmaße erreicht. Mit der Eröffnung der Station konnte erstmals eine sichere und kontinuierliche geburtshilfliche Versorgung direkt vor Ort gewährleistet werden.
Bis Oktober 2024 wurden in der Geburtsstation rund 4.000 Kinder geboren – ein eindrucksvoller Beweis für die Bedeutung und den Erfolg des Projekts. Die deutlichen Rückgänge bei der Mutter- und Säuglingssterblichkeit zeigen, dass sich die Investition in jeder Hinsicht gelohnt hat. Sie steht heute für Hoffnung, Fortschritt und das Ergebnis gemeinsamer Verantwortung für das Leben.

3. AUSSTATTUNG MIT SOLARSTROM UND WARMEM WASSER
Seit der Errichtung der Geburtsstation im Jahr 2016 stand das Team vor großen Herausforderungen. Besonders der fehlende Zugang zu elektrischem Strom und warmem Wasser erschwerte die Arbeit erheblich und beeinträchtigte sowohl die Sicherheit als auch die Hygiene.
Dank der engagierten Zusammenarbeit mit unseren Partnern konnten wir diese Situation grundlegend verbessern: Eine Solaranlage und Warmwasser-Kollektoren wurden installiert und sichern nun eine zuverlässige Energieversorgung sowie hygienische Bedingungen – rund um die Uhr.
Diese Veränderungen haben die Arbeitsbedingungen und die Qualität der medizinischen Versorgung spürbar verbessert. Wir sind überzeugt, dass sie langfristig zu einer stabileren und gesünderen Entwicklung der Region beitragen werden. Unser herzlicher Dank gilt allen Partnern und Unterstützenden, die dieses Projekt möglich gemacht haben!

4. EINSTELLUNG EINES ARZTES IN DER KRANKENSTATION
Weil die Patienten bisher ausschließlich von einem Krankenpfleger behandelt wurden, musste ein Arzt für die angegliederte Krankenstation angestellt, was eine weitere Verbesserung der medizinischen Versorgung darstellte . Die Finanzierung des Arztgehaltes für die Dauer des 1. Jahres, sowie die Beschaffung einiger notwendigen medizinischen Geräte, wie ein Ultraschallgerät für die Entbindungsstation wurden übernommen

5. ANSCHAFFUNG EINES KRANKENWAGENS
Bossofala mit seinen 17 Dörfern und einer Population von ca. 20.000 hat eine einzige befestigte Straße, die Bamako mit der Stadt Kita verbindet und an den meisten Stellen defekt ist. Die Straßen innerhalb der Gemeinde sind unbefestigt, was den Zugang zu wichtigen Einrichtungen, insbesondere in der Regenzeit, erschwert. Die schlechte Verkehrsinfrastruktur hat Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Gesundheitsversorgung der Gemeinde.

Bei schweren Erkrankungen oder Notfällen müssen Patienten in die Klinik nach Bamako (ca. 60 km) transportiert werden. Der Krankentransport stellte eine große Herausforderung in der Gemeinde dar.
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Das einzige verfügbare Transportmittel für medizinische Notfälle war ein dreirädriges umgebautes Motorrad mit einem angebauten Kasten. Dieses Fahrzeug war auf den unbefestigten Straßen, die von Schlaglöchern und unwegsamen Gelände geprägt sind, extrem instabil. Es war alt, häufig defekt und konnte in vielen Fällen die Strecke zur Klinik nicht bewältigen. Es war für den Transport von Schwerkranken absolut nicht geeignet.
Die Transportbedingungen führten dazu, dass viele Notfallpatienten ihre Behandlung nicht rechtzeitig erhielten. Verunfallte Patienten konnten nicht fachgerecht versorgt werden, was die Überlebenschancen erheblich minderte.

Durch zahlreiche Spenden und Unterstützung aus der Bevölkerung, von Vereinen, Organisationen, Unternehmen sowie privaten Förderern wurde die Anschaffung eines Krankenwagens für die Krankenstation in Negala ermöglicht


Hier ein Bild von Vertretern der einzelnen Dörfer der Gemeinde Bossofala mit dem Krankenwagen im Hintergrung

